Technischer Überblick über die IPX-Wasserdichtigkeitswerte

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Technischer Überblick über die IPX-Wasserdichtigkeitswerte

 

Der IP-Code (Ingress Protection) ist eine internationale Norm, die verwendet wird, um den Grad der Dichtwirkung von Elektrogehäusen gegen das Eindringen von Fremdkörpern wie Werkzeug, Schmutz und Feuchtigkeit zu definieren. Die zweite charakteristische Zahl im IP-Code (von 0 bis 9) gibt speziell den Grad des Schutzes gegen das Eindringen von Wasser an.

Es ist wichtig zu beachten, dass höhere Wasserschutzniveaus nicht automatisch die Einhaltung niedrigerer Standards bedeuten. So ist beispielsweise ein Gerät, das für Hochdrucktauchen (IPX7 / IPX8) ausgelegt ist, nicht unbedingt gegen Hochdruckwasserstrahlen (IPX6) geschützt.

 

IPX1: Schutz gegen senkrecht fallende Stürze

  • Technische Definition: Schutz gegen senkrecht fallende Wassertropfen, wenn sich das Gehäuse in seiner normalen Betriebsposition befindet.
  • Prüfverfahren: Eine Tropfbox wird verwendet, um Kondensation oder Lichttropfen zu simulieren. Wasser wird mit einer Rate von 1,0 ± 0,5 mm / min vertikal auf die Oberseite der Probe getropft.
  • Dauer: 10 Minuten.
  • Typische Anwendung: Innenelektronik, die in kontrollierten Umgebungen eingesetzt wird, in denen geringfügige Kondenswasserbildung auftreten kann, wie z. B. grundlegende Bürogeräte.

 

IPX2: Schutz gegen vertikal fallende Stürze (15 ° gekippt)

  • Technische Definition: Schutz gegen senkrecht fallende Wassertropfen, wenn das Gehäuse in einem beliebigen Winkel von bis zu 15 ° aus seiner normalen Betriebsposition geneigt wird.
  • Prüfverfahren: Ähnlich wie IPX1, aber die Probe wird in vier verschiedenen Winkeln (15 ° von der Vertikalen) gekippt, um sicherzustellen, dass kein Wasser durch Nähte oder Belüftungsöffnungen eindringt, wenn das Gerät leicht geneigt ist.
  • Dauer: 2,5 Minuten für jede der vier Positionen (Insgesamt: 10 Minuten).
  • Typische Anwendung: Geräte in Innenräumen, die bei normalem Gebrauch gehandhabt oder gekippt werden können, wie z. B. kleine Haushaltsgeräte.

 

IPX3: Schutz gegen Spritzwasser

  • Technische Definition: Schutz gegen Wasser, das als Spray in jedem Winkel bis zu 60 ° aus der Vertikalen fällt.
  • Prüfverfahren: Ein oszillierendes Rohr (Schwenkrohr) oder eine Sprühdüse leitet Wasser auf die Probe. Das Rohr oszilliert durch einen 120 ° -Bogen (60 ° auf beiden Seiten der Vertikalen). Die Durchflussmenge beträgt etwa 0,07 l / min pro Sprühloch.
  • Dauer: 10 Minuten (5 Minuten pro Position, wenn die Probe gedreht wird).
  • Typische Anwendung: Elektronische Geräte, die unter Vordächern oder Traufen installiert werden, wo sie vor direktem Regen geschützt sind, aber vom Wind verweht werden, wie z. B. bestimmte Außensensoren oder Schalttafeln.

 

IPX4: Schutz gegen Spritzwasser

  • Technische Definition: Schutz vor Spritzwasser aus jeder Richtung.
  • Prüfverfahren: Ähnlich wie IPX3, aber das oszillierende Rohr bewegt sich durch einen größeren Bogen (fast 360 °), um Wasser aus allen Richtungen zu spritzen. Alternativ kann eine Handsprühdüse verwendet werden, um Wasser aus allen Winkeln zu sprühen.
  • Dauer: 10 Minuten.
  • Typische Anwendung: Außengeräte, die Regen und Spritzern ausgesetzt sind, wie Gartenbeleuchtung, Elektrowerkzeuge und einige Automobilkomponenten.

 

IPX5: Schutz gegen Wasserstrahlen

  • Technische Definition: Schutz gegen Niederdruckwasserstrahlen, die von einer Düse (6,3 mm Durchmesser) aus jeder Richtung projiziert werden.
  • Prüfverfahren: Eine Standarddüse mit einem Innendurchmesser von 6,3 mm richtet einen Wasserstrahl aus einer Entfernung von 2,5 bis 3 Metern auf die Probe. Der Wasserdurchsatz beträgt 12,5 ± 0,625 L / min.
  • Dauer: Mindestens 3 Minuten (berechnet als 1 Minute pro Quadratmeter Fläche).
  • Typische Anwendung: Geräte, die mit einem Wasserschlauch oder starkem Regen gereinigt werden können, wie z. B. industrielle Schaltschränke, Kioske im Freien und an Decks montierte Elektronik.

 

IPX6: Schutz gegen starke Wasserstrahlen

  • Technische Definition: Schutz gegen starke Wasserstrahlen, die von einer Düse (12,5 mm Durchmesser) aus jeder Richtung projiziert werden.
  • Prüfverfahren: Eine größere Düse mit 12,5 mm Innendurchmesser richtet einen großvolumigen Wasserstrahl aus einer Entfernung von 2,5 bis 3 Metern auf die Probe. Der Wasserdurchsatz ist bei 100 ± 5 l / min deutlich höher.
  • Dauer: Mindestens 3 Minuten (berechnet als 1 Minute pro Quadratmeter Fläche).
  • Typische Anwendung: Ausrüstung auf Schiffsdecks oder Fahrzeugen, die schwerer See, Hochdruckwäsche oder extremen Wetterbedingungen standhalten muss.

 

IPX7: Schutz gegen vorübergehendes Eintauchen

  • Technische Definition: Schutz vor den schädlichen Auswirkungen des vorübergehenden Eintauchens in Wasser.
  • Prüfverfahren: Die Probe wird vollständig in Wasser getaucht. Der tiefste Punkt der Probe liegt mindestens 1 Meter unter der Wasseroberfläche und der höchste Punkt mindestens 0,15 Meter unter der Oberfläche.
  • Dauer: 30 Minuten.
  • Typische Anwendung: Geräte, die versehentlich ins Wasser fallen können, wie Smartphones, tragbare Lautsprecher und tragbare GPS-Geräte.

 

IPX8: Schutz gegen kontinuierliches Eintauchen

  • Technische Definition: Schutz gegen die schädlichen Auswirkungen des ständigen Eintauchens in Wasser unter vom Hersteller festgelegten Bedingungen.
  • Prüfverfahren: Die Probe wird in einer Tiefe und für eine Dauer in Wasser getaucht, die größer ist als die für IPX7 angegebenen. Die genaue Tiefe (oft mehr als 1,5 Meter oder 3 Meter) und die Zeit (oft 60 Minuten oder mehr) werden zwischen dem Hersteller und dem Benutzer vereinbart, müssen aber strenger sein als IPX7.
  • Dauer: Kontinuierliches Eintauchen (typischerweise> 30 Minuten).
  • Typische Anwendung: Tauchausrüstung, Unterwasserkameras, Taucheruhren und permanent untergetauchte Sensoren.

 

IPX9 / IPX9K: Schutz gegen Hochdruck- und Hochtemperatur-Wasserstrahlen

  • Technische Definition: Schutz gegen Hochdruck- und Hochtemperatur-Sprühstöße (Dampfreinigung). Hinweis: Auf IPX9K wird häufig in der Kfz-Norm ISO 20653 und DIN 40050-9 verwiesen.
  • Prüfverfahren: Die Probe wird einem Hochdruckwasserstrahl (80-100 bar) bei einer hohen Temperatur (80 ± 5 ° C) ausgesetzt. Die Düse befindet sich 10-15 cm von der Probe entfernt, und Wasser wird aus vier bestimmten Winkeln (0 °, 30 °, 60 ° und 90 °) versprüht.
  • Dauer: 30 Sekunden pro Winkel.
  • Typische Anwendung: Geräte, die eine häufige und strenge Hygiene erfordern, wie Lebensmittelverarbeitungsmaschinen, pharmazeutische Geräte und Automobilkomponenten (z. B. Sensoren und Steuergeräte), die einer Dampfreinigung unterzogen werden.

Technischer Überblick über die IPX-Wasserdichtigkeitswerte

 

Der IP-Code (Ingress Protection) ist eine internationale Norm, die verwendet wird, um den Grad der Dichtwirkung von Elektrogehäusen gegen das Eindringen von Fremdkörpern wie Werkzeug, Schmutz und Feuchtigkeit zu definieren. Die zweite charakteristische Zahl im IP-Code (von 0 bis 9) gibt speziell den Grad des Schutzes gegen das Eindringen von Wasser an.

Es ist wichtig zu beachten, dass höhere Wasserschutzniveaus nicht automatisch die Einhaltung niedrigerer Standards bedeuten. So ist beispielsweise ein Gerät, das für Hochdrucktauchen (IPX7 / IPX8) ausgelegt ist, nicht unbedingt gegen Hochdruckwasserstrahlen (IPX6) geschützt.

 

IPX1: Schutz gegen senkrecht fallende Stürze

  • Technische Definition: Schutz gegen senkrecht fallende Wassertropfen, wenn sich das Gehäuse in seiner normalen Betriebsposition befindet.
  • Prüfverfahren: Eine Tropfbox wird verwendet, um Kondensation oder Lichttropfen zu simulieren. Wasser wird mit einer Rate von 1,0 ± 0,5 mm / min vertikal auf die Oberseite der Probe getropft.
  • Dauer: 10 Minuten.
  • Typische Anwendung: Innenelektronik, die in kontrollierten Umgebungen eingesetzt wird, in denen geringfügige Kondenswasserbildung auftreten kann, wie z. B. grundlegende Bürogeräte.

 

IPX2: Schutz gegen vertikal fallende Stürze (15 ° gekippt)

  • Technische Definition: Schutz gegen senkrecht fallende Wassertropfen, wenn das Gehäuse in einem beliebigen Winkel von bis zu 15 ° aus seiner normalen Betriebsposition geneigt wird.
  • Prüfverfahren: Ähnlich wie IPX1, aber die Probe wird in vier verschiedenen Winkeln (15 ° von der Vertikalen) gekippt, um sicherzustellen, dass kein Wasser durch Nähte oder Belüftungsöffnungen eindringt, wenn das Gerät leicht geneigt ist.
  • Dauer: 2,5 Minuten für jede der vier Positionen (Insgesamt: 10 Minuten).
  • Typische Anwendung: Geräte in Innenräumen, die bei normalem Gebrauch gehandhabt oder gekippt werden können, wie z. B. kleine Haushaltsgeräte.

 

IPX3: Schutz gegen Spritzwasser

  • Technische Definition: Schutz gegen Wasser, das als Spray in jedem Winkel bis zu 60 ° aus der Vertikalen fällt.
  • Prüfverfahren: Ein oszillierendes Rohr (Schwenkrohr) oder eine Sprühdüse leitet Wasser auf die Probe. Das Rohr oszilliert durch einen 120 ° -Bogen (60 ° auf beiden Seiten der Vertikalen). Die Durchflussmenge beträgt etwa 0,07 l / min pro Sprühloch.
  • Dauer: 10 Minuten (5 Minuten pro Position, wenn die Probe gedreht wird).
  • Typische Anwendung: Elektronische Geräte, die unter Vordächern oder Traufen installiert werden, wo sie vor direktem Regen geschützt sind, aber vom Wind verweht werden, wie z. B. bestimmte Außensensoren oder Schalttafeln.

 

IPX4: Schutz gegen Spritzwasser

  • Technische Definition: Schutz vor Spritzwasser aus jeder Richtung.
  • Prüfverfahren: Ähnlich wie IPX3, aber das oszillierende Rohr bewegt sich durch einen größeren Bogen (fast 360 °), um Wasser aus allen Richtungen zu spritzen. Alternativ kann eine Handsprühdüse verwendet werden, um Wasser aus allen Winkeln zu sprühen.
  • Dauer: 10 Minuten.
  • Typische Anwendung: Außengeräte, die Regen und Spritzern ausgesetzt sind, wie Gartenbeleuchtung, Elektrowerkzeuge und einige Automobilkomponenten.

 

IPX5: Schutz gegen Wasserstrahlen

  • Technische Definition: Schutz gegen Niederdruckwasserstrahlen, die von einer Düse (6,3 mm Durchmesser) aus jeder Richtung projiziert werden.
  • Prüfverfahren: Eine Standarddüse mit einem Innendurchmesser von 6,3 mm richtet einen Wasserstrahl aus einer Entfernung von 2,5 bis 3 Metern auf die Probe. Der Wasserdurchsatz beträgt 12,5 ± 0,625 L / min.
  • Dauer: Mindestens 3 Minuten (berechnet als 1 Minute pro Quadratmeter Fläche).
  • Typische Anwendung: Geräte, die mit einem Wasserschlauch oder starkem Regen gereinigt werden können, wie z. B. industrielle Schaltschränke, Kioske im Freien und an Decks montierte Elektronik.

 

IPX6: Schutz gegen starke Wasserstrahlen

  • Technische Definition: Schutz gegen starke Wasserstrahlen, die von einer Düse (12,5 mm Durchmesser) aus jeder Richtung projiziert werden.
  • Prüfverfahren: Eine größere Düse mit 12,5 mm Innendurchmesser richtet einen großvolumigen Wasserstrahl aus einer Entfernung von 2,5 bis 3 Metern auf die Probe. Der Wasserdurchsatz ist bei 100 ± 5 l / min deutlich höher.
  • Dauer: Mindestens 3 Minuten (berechnet als 1 Minute pro Quadratmeter Fläche).
  • Typische Anwendung: Ausrüstung auf Schiffsdecks oder Fahrzeugen, die schwerer See, Hochdruckwäsche oder extremen Wetterbedingungen standhalten muss.

 

IPX7: Schutz gegen vorübergehendes Eintauchen

  • Technische Definition: Schutz vor den schädlichen Auswirkungen des vorübergehenden Eintauchens in Wasser.
  • Prüfverfahren: Die Probe wird vollständig in Wasser getaucht. Der tiefste Punkt der Probe liegt mindestens 1 Meter unter der Wasseroberfläche und der höchste Punkt mindestens 0,15 Meter unter der Oberfläche.
  • Dauer: 30 Minuten.
  • Typische Anwendung: Geräte, die versehentlich ins Wasser fallen können, wie Smartphones, tragbare Lautsprecher und tragbare GPS-Geräte.

 

IPX8: Schutz gegen kontinuierliches Eintauchen

  • Technische Definition: Schutz gegen die schädlichen Auswirkungen des ständigen Eintauchens in Wasser unter vom Hersteller festgelegten Bedingungen.
  • Prüfverfahren: Die Probe wird in einer Tiefe und für eine Dauer in Wasser getaucht, die größer ist als die für IPX7 angegebenen. Die genaue Tiefe (oft mehr als 1,5 Meter oder 3 Meter) und die Zeit (oft 60 Minuten oder mehr) werden zwischen dem Hersteller und dem Benutzer vereinbart, müssen aber strenger sein als IPX7.
  • Dauer: Kontinuierliches Eintauchen (typischerweise> 30 Minuten).
  • Typische Anwendung: Tauchausrüstung, Unterwasserkameras, Taucheruhren und permanent untergetauchte Sensoren.

 

IPX9 / IPX9K: Schutz gegen Hochdruck- und Hochtemperatur-Wasserstrahlen

  • Technische Definition: Schutz gegen Hochdruck- und Hochtemperatur-Sprühstöße (Dampfreinigung). Hinweis: Auf IPX9K wird häufig in der Kfz-Norm ISO 20653 und DIN 40050-9 verwiesen.
  • Prüfverfahren: Die Probe wird einem Hochdruckwasserstrahl (80-100 bar) bei einer hohen Temperatur (80 ± 5 ° C) ausgesetzt. Die Düse befindet sich 10-15 cm von der Probe entfernt, und Wasser wird aus vier bestimmten Winkeln (0 °, 30 °, 60 ° und 90 °) versprüht.
  • Dauer: 30 Sekunden pro Winkel.
  • Typische Anwendung: Geräte, die eine häufige und strenge Hygiene erfordern, wie Lebensmittelverarbeitungsmaschinen, pharmazeutische Geräte und Automobilkomponenten (z. B. Sensoren und Steuergeräte), die einer Dampfreinigung unterzogen werden.